Der Männerkreis „Männer Machen Mit“

Der Name mit dem Kürzel „MMM” ist die zutreffende Devise für die bis zu 24 Männer, die sich seit fast 40 Jahren jeden 2. Dienstag im Albert-Schweitzer-Haus treffen. Aber wie kam es zu diesem für die Bethlehemgemeinde so wichtigen Männerkreis, wo andere Gemeinden oft genug über den Mangel an Männerbeteiligung Klage führen? Ein Rückblick:

Seit Gründung der Bethlehemgemeinde im Jahr 1954 standen der Gemeinde ein kleines Gotteshaus und ein Wohnhaus für den Pastor zur Verfügung. Der Gedanke an ein eigenes Gemeindehaus war ein Wunsch, mehr ein Traum bis 1975. Die Kreisverwaltung in Meppen war bereit der Bethlehemgemeinde ihre aus Raumnot gebaute Sozial- und Jugendamt—Baracke gegen kostenlosen Abbau zu überlassen. Zudem sollte die Baracke beim Wiederaufbau umklinkert werden, um den Barackencharakter abzumildern. Eine unlösbare Aufgabe? Nicht für Gerd Götz vom Kirchenvorstand und Pastor Heinz Roth. Sie stellten für fast ein Jahrjeden Tag nach Feierabend und an den Wochenenden einen Bautrupp aus ehrenamtlichen

Mitarbeitern zusammen, der unentgeltlich, oft bis spät in die Nacht für die Kirche arbeitete. Diese intensive Zusammenarbeit schweißte eine Gemeinschaft zusammen, die nach Fertigstellung des nunmehr „Albert-Schweitzer-Gemeindehaus” genannten Gebäudes weiterhin zusammenhielt. Man beschloss, sich regelmäßig in dem neu erschaffenen Haus zu treffen. Die Errichtung des Albert-Schweitzer-Hauses kann als lnitialfunke und Geburtsstunde des Männerkreises gewertet werden.

Wohin nun mit dem Schwung und Elan? Die Hände in den Schoß legen, das ist nicht Sache des Männerkreises. Zu praktischen und handwerklichen Dingen der Gemeindearbeit waren und sind sie immer aufgelegt. Auch beim Um- und Erweiterungsbau der Kirche im Jahr 1981 trug der Männerkreis mit erheblichen Eigenleistungen zur Kostendämpfung bei. Einsätze wie: Pflastern des Kirchplatzes, Herstellung von Spielgeräten für die Gemeindefeste, Großaktionen zugunsten der Aktion „Brot für die Welt” zeugen vom Selbstverständnis der MMMer. Unvergessen die Teilnahme an vielen Kirchentagen (Berlin, Leipzig, München, Frankfurt, Hamburg um einige zu nennen, zuletzt 2012 in Aurich) ausgestattet mit Lastwagen, Räucheröfen, Pizza- und Backofen, die Veranstaltung eines Nikolausumzugs oder das Ausrichten der Karnevalfeste mit jeweils großer Tombola. Auch auf den Erntedankfesten unserer Gemeinde würde etwas fehlen ohne die Verkaufsstände von MMM.

Der Männerkreis packt es bis heute an!

Und wie sieht es aktuell um den Männerkreis aus: Die zwei-wöchentlichen Dienstagstreffen bestehen ununterbrochen nach wie vor, das Durchschnittsalter ist beträchtlich gestiegen. Vor allem die Räucher- und Grillaktivitäten für gemeinnützige Zwecke haben einen von der Gemeinde kräftig unterstützten Platz im Repertoire. Erfolgreich aktiviert wird seit einigen Jahren von MMM eine Nikolausfeier für die Jüngsten unserer Gemeinde und das Karnevalsfest erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit. Aber auch die vielen kleinen ständigen Hilfestellungen in der Gemeindearbeit erfordern viel gerne gegebene Zeit und Einsatz. Die „Rothemden” mit der Lutherrose auf dem Rücken sind bekannt im Umfeld und gerne gesehen auf den Gemeindefeiern.

Nicht auf der Strecke bleibt dabei die Geselligkeit. Boßeln, Fahrradtouren, Grillabende, gemeinsames Fußball-Fernsehen, Diskussionen über Positives und Negatives im Alltagleben bereichern das Gemeinschaftsleben.

Es bleibt übrig ein Dank an den Ehrenvorsitzenden des Männerkreises Pastor i.R. Heinz Roth für seine seit Anbeginn wörtlich zu nehmende „führende” Rolle und an die Männer um den immer noch aktiven Erich Andrzejewski.

Resümee: Der Männerkreis stellt seit fast 40 Jahren eine beständige, tragende Säule neben den anderen Gruppierungen in der aktiven Gemeindearbeit dar. Möge das weiterhin zum Wohl und Nutzen der Bethlehem

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