NIE WIEDER. GEGEN DAS VERGESSEN

Zum 27. Januar 2020, dem 75. Holocaust-Gedenktag.

Vernichtungslager während der Nazi-Zeit:

Chelmno Majdanek Treblinka
Sobibor Auschwitz Birkenau

Vergesst nicht, was damals passiert ist, es könnte wieder passieren, nicht nur in Deutschland oder Polen, überall.
Antisemitische Straftaten nehmen zu, sie werden hierzulande zu mehr als 90% von Rechtsextremisten aus allen Schichten unserer Gesellschaft verübt.
Auch New York, die Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde außerhalb Israels mit 1,75 Millionen Juden, verzeichnet inzwischen einen zunehmenden Anstieg antisemitischer Straftaten.
75 Jahre nach der Befreiung der Menschen in Auschwitz-Birkenau sind wir stille geworden, um an die Opfer und die überlebenden Menschen zu denken. Wir sollten aufrichtig und mutig sein, Barbarei und Unrecht auch Unrecht zu nennen.
Auch in unserer Stadt gibt es bis heute antisemitisches Gedankengut. Wir dürfen da nicht wegschauen.
1942 erlischt in unserer Stadt jüdisches Leben. 43 jüdische Mitbürger werden deportiert und sterben in Konzentrationslagern. Die Initiative Stolpersteine und die Kirchen in Meppen erinnern uns in Veranstaltungen stets daran. Wir sind als Bürger dazu aufgerufen, uns dieser Vergangenheit zu stellen.
Kirchen und demokratische Gesellschaften stehen in der Pflicht der Aufklärung. Nie wieder. Gegen das Vergessen.
Mit Sorge blicken wir auf die zunehmende Intoleranz gegenüber Minderheiten in unserem Land.
Jüdisches Leben und die Begegnung mit jüdischen Gemeinden müssen zu unserem gelebten Alltag gehören.
Es reicht nicht aus, auf unsere christlich-jüdischen Wurzeln in unserem Land zu verweisen.
Der Besuch einer Gedenkstätte, die aktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, auch die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit und die Ausübung dieses Freiheitsrechts sind Grundlagen, die Würde des Menschen zu achten und mutig für die Einhaltung dieser Rechte auch einzustehen. Kirchen und Schulen erwächst daraus eine Vorbildfunktion, wenn in den Familien diese Vorbildfunktion verloren gegangen ist.
Ulrike van der Veen