Familiengottesdienst im Advent

Die Bethlehemgemeinde und die Bethlehem-Stiftung luden zum 1. Advent zu einem Familiengottesdienst in die Bethlehemkirche ein.
Rund um den Familiengottesdienst war ein buntes und fröhliches Miteinander vom Basarkreis gestaltet. Die Mitglieder hatten nicht nur ihre kunstvoll gestalteten Handarbeiten ausgestellt. Sie boten auch Speisen und Kuchen an, so dass es fast ein kleines Gemeindefest wurde.
Informationen zur Schecküberreichung des Basarkreises an die Gemeinde und die Bethlehem-Stiftung und die Schecküberreichung der Bonifizierungsaktion der Landeskirche „Aus drei- mach vier“- überreicht von Herrn Martin Käthler, Fundraiser der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers -, entnehmen Sie bitte den jeweiligen Artikeln in diesem Heft.
In direktem Anschluss an den Familiengottesdienst hatten wir die Öffentlichkeitsbeauftragte des Sprengels Ostfriesland-Ems, Frau Pastorin Dr. Hannegreth Grundmann, eingeladen, bei uns einen Vortrag zum Thema:
„Kindertheologie- Theologie der Kinder, Theologie mit Kindern und Theologie für Kinder“, zu halten.
Zu unserer Freude ist Frau Dr. Grundmann unserer Einladung gern gefolgt.
In unserer gut gefüllten Kirche beschrieb Frau Dr. Grundmann das Kleinkind als eigenständig denkendes und wahrnehmendes Mitglied unserer Gemeinde.
Die Betrachtung erfolgte auf dem Hintergrund der Lebenswelt der Kleinkinder bis zum Ende des 3. Lebensjahres unter Einbeziehung der Eltern und der Familien.
Kernaussage war, dass das Kleinkind mit den sehr eigenen Äußerungen zu religiösen Anschauungen ernst genommen werden wolle.
Musik, Rhythmus und Reime können für das Kind dabei als Transportmittel einer Botschaft hilfreich sein. Kinder verbinden damit später den Inhalt einer biblischen Geschichte. Die Kinder nehmen das Erlebte dann mit und übertragen das Gehörte spielerisch in ihren Alltag.
Krabbelgottesdienste bieten sich dazu an. Sie sind für das Kind so zu gestalten, dass die Inhalte mit allen Sinnen wahrgenommen werden können.
Denken wir einmal an das Kirchenkinderlied: „Einfach spitze, dass du da bist“. Als sichtbares Zeichen zeigen wir den Daumen hoch. Das Kind spürt, dass Gott sich freut, dass es da ist. Der erhobene Daumen wird gleichgesetzt mit dem Wort für Gott.
Gott kommt damit auch wieder in den Familien an und animiert zum Mitsingen des Liedes zur Freude der Kinder zu Hause.
Das ist nur ein Beispiel von vielen. Darüber hinaus war es Frau Dr. Grundmann wichtig, das Projekt „Kindertheologie“ in der Gemeinde als Impuls für den Gemeindeaufbau zu verstehen.
Nicht über das Kind zu sprechen, vom Kind aus zu denken. Das Kind als Konstrukteur seiner religiösen Wirklichkeit zu verstehen. Kindertheologie sei somit eine Reflexion des kindlichen religiösen Denkens.
Für unsere Gemeinde, die die Kinder- und Jugendarbeit in besonderer Weise zur Erneuerung des Gemeindeaufbaus fördert, war der Vortrag von Frau Dr. Grundmann ein echtes Erlebnis.
Wir danken an dieser Stelle Frau Dr. Grundmann noch einmal sehr herzlich für den anschaulichen, lebendigen und an zahlreichen Beispielen erlebbaren Vortrag, der Anregung für unser zukünftiges Handeln bot.
Wir werden uns dieser Aufgabe jetzt mit noch größerer Freude widmen.
Wer zu dem Thema „Kindertheologie“ mehr nachlesen möchte, dem sei das Buch von Frau Dr. Grundmann: „Mit den Kleinsten Gottesdienst feiern“, herausgegeben vom Michaelis Kloster Hildesheim, Band 16, ans Herz gelegt.
Das Buch eignet sich auch als Vorlage zu Kindergottesdiensten, da es entsprechend den Sonntagen des Kirchenjahres auch Gottesdienstentwürfe enthält.

Ihre Ulrike van der Ven